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23/10–20/11/2026
Der unsterbliche Apfel
Austrian Painters Crit Club

Helmut Christof Degn, Jari Genser, Julia Hofstetter, Julia Karpov, Iris Kojaman, Dominik Louda, Christoph Luger, Gabi Mitterer, Alois Mosbacher, Linda Patraj, Leon Radl, Bahareh Rahimi, Jolanda Rendl, Beate Schachinger, Roman Scheidl, Charlotte Seyerl, Johann Julian Taupe, Mar Vicente, Elisabeth Wedenig

Eröffnung: Do, 22/10/2026
Begrüßung: Igor Pucker, Präsident
Zur Ausstellung: Günther Holler-Schuster, Iris Kojaman und Elisabeth Wedenig, Kurator*innen

 

 

Der unsterbliche Apfel

Eine poetische Figur als Ewigkeitsmetapher für etwas, von dem alle wissen, was es ist und doch niemand so recht sagen kann, was wir heute damit anfangen können. Das ehemalige „Leitmedium“ Malerei hat sich im Alter verbraucht und ist scheinbar ins Abseits geraten. Wollten wir nicht ursprünglich wissen, wie es mit dem Realismus steht oder wann ein Gemälde abstrakt und wann gegenständlich ist? Es ist heute schwer vorstellbar, dass man sich in einer jüngeren Generation von Maler*innen auf aktuelle Krisenherde oder Katastrophen bezieht. Tatsächlich haben andere Medien und Kategorien, wie Installation, Netzkunst, Performance, etc. den Lead übernommen. Sie sind im visuellen Rauschen der Gegenwart zu Instrumentarien geworden, die vorgeben, die Sicht zu verbessern und den Menschen zu heilen bzw. ihn zu etwas Besserem zu machen. Na gut, das wird und soll die Malerei ohnehin nie anstreben. Dafür wird sie aber auch gestraft – viel zu eskapistisch, viel zu realitätsfern. Dass in Galerien, Museen, Auktionen und auf Messen die Malerei ungebrochen boomt, lässt eine gegenteilige Ansicht vertreten. Gerhard Richter meinte einst, er sei durchaus so bürgerlich, dass er weiterhin mit Messer und Gabel essen wird…

Der „Austrian Painters Crit Club“, initiiert und organisiert von den beiden Ma­lerinnen Iris Kojaman und Elisabeth Wedenig versucht nun eine Gesprächs- bzw. Diskussionsplattform zu schaffen, die es möglich macht, professionell unter Maler*innen Themen zu ventilieren, zu verdichten und zu definieren, die den künstlerischen Prozess bereichern. Frei, ohne Publikum, in den jeweiligen Ateliers haben die Treffen stattgefunden. Es ist keine homogene Gruppe, die sich nun mit einem Manifest an die Öffentlichkeit wendet und die Malerei neu erfindet. Nein, es ist introspektiv, zwischentonreich und speziell, was hier besprochen wird. Fragen nach den Inhalten bzw. Narrationen, nach formalen Kriterien wie Licht, Farbe, Material. All das ist im Entstehungsprozess bedeutsam, verliert sich natürlich in der allgemeinen Diskussion. Entsprechend wichtig ist es, dass sich derlei Gruppierungen ergeben, untereinander austauschen und selbstbewusst in Ausstellungen auftreten.

Günther Holler-Schuster



Kleine Galerie

23/10–20/11/2026
Die Urner Strahler, Neue Gotthardröhre

Othmar Eder

Im Raum der Kleinen Galerie im Künstlerhaus Klagenfurt begrüssen mehrere grosse Steine die Eintretenden. Nicht physisch, sondern fein gezeichnet schweben sie im Weissraum grossformatiger Blätter. Unverkennbar ist es Othmar Eders Zeichenstift, der die Minerale minutiös abgetastet und zu Papier gebracht hat.

In einem kleinen Video -Objekt erfährt man vom Hintergrund dieses neuen Themas. Mit der Kamera folgt Eder dem Geologen und Strahler Peter Amacher in den Zugangs- und Transportstollen für die neue Gotthardröhre und auf den Berg zum Strahlen.

Amacher ist als Experte für die Bergung von Kristallen zuständig, die beim Bau des neuen Tunnels entdeckt werden.[…]

 


Jari Genser, Crossroads, 2026
Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm
Foto: Jari Genser / Bildrecht Wien, 2026


Gabi Mitterer, HONESPHERE_3, 2026
Öl auf Leinwand
140 x 190 cm

Linda Patraj, My peace within, 2026,
Öl auf Leinwand,
200x150 cm


Othmar Eder, Mineral, 2022
Zeichnung auf Papier
136x90 cm
Foto: © Stefan Rohner