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kunstverein kärnten
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So, Mo und Feiertags
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Zaprto ob ponedeljkih,
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28/8–26/9/2026
schmaler Grat

Niclas Anatol, Michael Bachhofer, Margaretha M. Bauer, Isabel Belherdis, Kerstin Bennier, Frauke Danzer, Herbert de Colle, Romana Egartner, Sigrid Friedmann, Wolfgang Grossl, Christine Huss, JACOPYI, Gabriela Jost, Ulrich Kaufmann, Karin Klimbacher, Brigitte Kranz, Marlies Liekfeld-Rapetti, Ina Loitzl, Ilse Menschick-Hartlieb, Melitta Moschik, Astrid Pazelt, Ina Riegler, Max Seibald, Michael Seyer, Petra Tragauer, Petra Treffner, Inge Vavra, Gertrud Weiss-Richter

Kuratiert von
Barbara Ambrusch-Rapp
Helmut Machhammer
Rosa Roedelius


Eröffnung
27/8/2026, 19 Uhr

Begrüßung
Igor Pucker, Präsident

Zur Ausstellung
Barbara Ambrusch-Rapp, Helmut Machhammer und Rosa Roedelius, Kurator*innen

Grußworte
LAbg. Stefan Sandrieser i. V. von
Kulturreferentin Dr.in Gaby Schaunig,
StR. Mag. Franz Petritz

Musikalische Begleitun
Lena Kolter, Geige und Gesang

 

Wer auf schmalem Grat balanciert, ist asnfällig für Störungen – ist schwach gegenüber äußeren Einflüssen. Doch gerade dieser Zustand offenbart eine besondere Qualität des Seins. Wir sind verwurzelt im Hier und Jetzt – und schwebend zugleich. Kunst kann hier ein Zwischenland sein, die Fühler ausstrecken in eine andere Wirklichkeit. Wie ein schwacher Schimmer, der durch die Membran dringt, welche die Welten zu trennen scheint.

Auch im künstlerischen Schaffen selbst ist diese Grenzerfahrung allgegenwärtig: in der intuitiven Entscheidung, ob eine Arbeit bereits vollendet ist oder im Eingeständnis des Unzulänglichen besser verworfen wird.

Über das Metaphysische hinaus erleben wir den schmalen Grat heute auch als gesellschaftliche Herausforderung. In einer Zeit der Polarisierung wird das Ausloten von Zwischenräumen zu einem mutigen Akt. Gratwanderungen verlangen von uns, Position zu beziehen, ohne die Nuancen zu verlieren. Wir balancieren zwischen der harten Realität und dem Sehnen nach einer Leichtigkeit, womöglich einer Utopie.

Barbara Ambrusch-Rapp
Kuratorin

 



Kleine Galerie

28/8–26/9/2026
poetisch.radikal

Cornelia Caufmann

„Ich verhandle Freiheit – Nicht als Konzept, sondern als
künstlerische Praxis, als poetische Geste, als Widerstand gegen dasVereinheitlichende, als Einladung zum Sehen, zum Spüren, zum Dasein.“

Cornelia Caufmann

 

In poetisch.radikal begibt sich Cornelia Caufmann auf die Suche nach einer universellen Sprache des Moments – einer Sprache jenseits von Worten, die sich unmittelbar über Wahrnehmung und Emotion erschließt.

Im Zentrum ihrer Ausstellung stehen Bilder und Bücher, die aus dem Zusammenspiel von Malerei, Musik und Literatur entstanden sind und sich zwischen Hören und Sehen, zwischen akustischem Impuls und malerischem Ausdruck bewegen.

Viele der Arbeiten entstanden im direkten Dialog mit zeitgenössischen österreichischen Komponist*innen wie Tobias Leibetseder, Rupert Huber und Barbara Rektenwald oder wurden durch Kompositionen, etwa von Franz Koglmann, klanglich interpretiert. In manchen ihrer Live-Performances kehrt die Künstlerin diesen Prozess um, und gibt mit gezielt gesetzten Pinselstrichen sprichwörtlich den Ton an.

Malerei versteht Caufmann weniger als Darstellung, denn als Ereignis im Hier und Jetzt. „[…] Linien und Rhythmen […] gestalten sich zu immer neuen Formen visueller Poesie“. Dabei verbindet sie Einflüsse aus Musik und Literatur mit einer bewusst reduzierten Bildsprache. Mit bildnerischen Mitteln, so beschreibt sie ihren Ansatz, malt sie Gedichte, wie Dichter*innen sie mit Worten schreiben.

poetisch.radikal lädt dazu ein, Malerei als Rhythmus, Klang und unmittelbares Ereignis wahrzunehmen – dort, wo Sehen, Hören und Sprache ineinander übergehen.

 


 

 

 

Herbert de Colle, ALMOST, 2026
geschnittener Druck


Michael Bachhofer, Fliege 1, 2026
aus der Serie Kleine, verletzliche Wunder – eine Parallelwelt, 2026
Interaktive Großbildprojektion


Isabel Belherdis, Fall into Place, 2003/2017
C-Print auf Dibond


Brigitte Kranz, Ausgrenzung, 2026
Pigmentmischtechnik auf Leinen

 


 



Foto © Edwin Kaufmann